Untergebracht, versorgt und dann…? Ausbildung und Arbeit!

Es ist keine Mitleidsaktion, sondern eine Win-Win-Situation: Zahlreiche Firmen suchen Fachkräfte und viele Geflüchtete bieten Berufserfahrung und Fachkenntnisse. Nicht nur die Sprachkenntnissen sind dabei eine Hürde, sondern überhaupt das Zusammenkommen von Angebot und Nachfrage.

Eine konkrete Initiative hat unsere Ehrenamtlerin Heike Heinen gestartet, die schon jetzt als sehr erfolgreich zu bezeichnen ist. Sie organisiert Führungen durch Firmen und andere Arbeitsstätten, bei denen Flüchtlinge sich über die Arbeitsmöglichkeiten vor Ort informieren können. Gleichzeitig lernen die Arbeitgeber potenzielle neue Arbeitskräfte kennen. Bei den bislang erfolgten Terminen – z.B. bei Nesseler Grünzig Bau GmbH (siehe Foto) – gab es beiderseits sehr positive Resonanz.

Wer sich allgemein für diese Initiative interessiert, wer eine Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu bieten hat, wer Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungen geben kann, der meldet sich bitte bei Frau Heinen,  hheinen123[at]web.de

Besichtigung bei NesselerG

2 Gedanken zu „Untergebracht, versorgt und dann…? Ausbildung und Arbeit!

  1. Ursula Ross

    Es geben ganz viele Frauen in Aachen, die nach der Familienzeit zurück in den Beruf wollten, aber für diese Frauen gab es keine Förderung, wenn sie einen Partner hatten, der kein Arbeitslosengeld 2 bezieht. Kein Betrieb oder Firma will deutsche ältere Menschen einstellen, auch wenn sie einen qualifizierten Beruf gelernt hatten. Es geben in Aachen viele Arbeitslose, die seit Jahren einen Job suchen, aber wer hilft diesen Menschen. Gut, die Deutschen sind Menschen dritter Kategorie und nicht förderungswürdig. Für die Frauen geben es Minijobs im Verkauf wie Metzgereien, Bäckereien und Regale auffüllen. Es geben auch genug Deutsche, die Hilfe bei den Bewerbungen, brauchen. Sind es eben nicht Wert, dass man ihnen hilft. Alles für die Flüchtlinge und Asylanten, damit man seinem Umfeld beweisen kann, wie gut man doch ist.

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    1. Sabine Fenchel Beitragsautor

      Liebe Frau Ross, aus Ihrem Kommentar spricht große Enttäuschung und Resignation. In einem Punkt haben Sie Recht: Es gibt zahlreiche Ungerechtigkeiten in unserem reichen Land und viele Menschen, die unverschuldet am Rande der Gesellschaft leben müssen. Aber Sie irren sich in zwei anderen Aspekten: Erstens gab es schon immer und auch vor dem aktuellen Flüchtlingsproblem viele, viele Menschen, die ehrenamtlich und selbstlos geholfen haben. Und zweitens gibt es diese Menschen und wohltätigen Organisationen immer noch, auch jetzt! Die Initiatoren dieses Netzwerks hier, auf dessen homepage Sie sind, kommen aus den christlichen Kirchen. Gerade die Kirchen leiten, finanzieren und unterstützen dauerhaft alle, die Hilfe brauchen. Dieses Engagement ist in keiner Weise eingestellt oder verringert worden.
      Sie können ehrenamtlich tätigen Menschen nicht vorschreiben, wo sie Ihre Kräfte einsetzen. Das entscheidet jede und jeder selbst.

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