Archiv des Autors: Gereon Hermens

Spielgeräte und Mitspieler gesucht

Für die Flüchtlingskinder in der Turnhalle Rombachstraße werden Spielgeräte als Spende für drinnen und draußen gesucht.

Funktionstüchtige Spielsachen für drinnen: Für den Innenbereich freuen sich die Kinder über Lego und Lego Duplo, Puzzles und Bilderbücher mit viel Bildern und wenig Text (Wimmelbücher), Spielzeugautos, Buntstifte, Spitzer und Malpapier, Puppen und Puppenkleider (keine Kuscheltiere!).

Funktionstüchtige Spielsachen für draußen: Roller, Inlineskates, Bälle (Fußball, Basketball, Volleyball, Softball), Frisbeescheiben, Federballsets, Bobbycar, Sandkasten-Bagger, Straßenmalkreide, Verkehrshütchen etc.

Spielsachen spenden: Bitte melden Sie sich bei S. Vietzke per email unter sasu.ebert@gmx.de, Stichwort: Spielgerät / Spiel+Spaß. Bitte geben Sie an, was genau Sie spenden möchten. Bitte nichts an der Turnhalle abstellen.  Frau Vietzke meldet sich bei Ihnen. Vielen Dank!

Bevor die Sachen zur Unterkunft kommen, werden sie gekennzeichnet, so dass möglichst viel erhalten bleibt für folgende Gruppen von schutzsuchenden Menschen. Nicht mehr benötigte Spielsachen werden im Anschluss an Sozialkaufhäuser oder neue Notaufnahmelager gespendet.

Spielzeit spenden: Spielsachen sind nur Mittel zum Zweck. Deshalb werden auch Menschen gesucht, die gerne mit den Kindern mehr oder weniger viel Zeit verbringen möchten. Dieses Angebot soll für alle Beteiligten niedrigschwellig sein. Die Kinder sind sehr offen und freuen sich, wenn jemand sich mit ihnen beschäftigt, z.B. Ballspiele, beim Inliner anziehen hilft, Bücher anschaut, man vielleicht mit mehreren Helfern und ggf. Eltern der Kinder zum Spielplatz geht. Wenn viele mitmachen, werden die Ideen nicht ausgehen, und es verteilt sich auf vielen Schultern. So gelingen unregelmäßige, spontane oder regelmäßige Angebote.

Organisationsplattform ist dafür die Moreganizeliste auf www.st-donatus.de/fluechtlingshilfe/

Hinter den „Pfeil-Karteikartenreitern“ finden sich die Zeiten für Spielangebote.

Ein St. Martinszug mit unseren Kindern

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Auch wenn unsere Kinder aus Syrien und Afghanistan zuerst nicht wussten, was eine Sankt-Martins-Laterne ist, haben sie doch schnell verstanden, wie man sie nutzt, als zwei Helferinnen Ende Oktober in der kleinen Turnhalle auftauchten, um zu erkunden, ob eventuell einige der Kinder Lust hätten, beim St. Martinszug mitzugehen.

Zusammen mit Erziehern, Grundschuleltern und Konfirmandinnen gingen rund 25 Flüchtlingskinder einige Tage später in einem Raum des Jub zum Laternen basteln. Gleichzeitig wurde über die Moreganize-Liste ein Aufruf gestartet, alte, aber noch heile Laternenstecken zu spenden.

Und als alle syrischen und afghanischen Kinder vor dem St. Martinszug ihre Laternen in der Hand hielten, waren noch über 20 funktionierende Stecken übrig. Zusammen mit zahlreichen HelferInnen zog die Gruppe in einem bunten Lichtermeer Richtung Grundschule Brander-Feld. Dort reiten sich die Neuankömmlinge in den St. Martinszug ein, als sich dieser in Bewegung setzte. Die Kinder freuten sich sichtlich, auch wenn sie die gesungenen Lieder nicht verstanden.

Als Abschluss wurden in der Unterkunft noch zwei riesige Weckmännchen ausgepackt und mit allen Kindern und HelferInnen geteilt.

Neue Situation in der Körner-Kaserne

Liebe HelferInnen der Unterkunft Körner-Kaserne, es tut uns leid, aber heute hat sich die Situation in der Körner-Kaserne schon wieder vollständig geändert. Ab Morgen, Freitag, 20. September, steht das Rote Kreuz NICHT MEHR zur Essenausgabe zur Verfügung. Wir haben auch einen neuen Caterer. Die Firma Kerres wird ab morgen die Essenversorgung übernehmen.

Daraus resultiert:

Frühstück: 8:30 bis 10:00h (Anlieferung Frühstück: 8:30 Uhr)

Mittagessen: 12:45 bis 14:00h (Anlieferung zwischen 12:30 und 13:00 Uhr)

Abendessen: 17:30 bis 19:00

Soweit aktuell noch Tage ohne Eintragungen sind, werden wir die Zeiten dort schon anpassen. Sind schon Eintragungen da, ist eine Änderung nicht mehr möglich.

Freitag früh treffen 45 neue Flüchtlinge für die Körner-Kaserne ein. Das sind alles zugewiesene Flüchtlinge. Am Montag kommen weitere 60 Flüchtlinge hinzu.

Wir müssen die Essenausgabe ab Freitag wieder vollständig selbst betreiben. Daher bitte wir alle, die sich in der Liste eingetragen haben, auch den Dienst zu leisten.

Es ist von Seiten der Stadt beabsichtigt, in den Unterkünften Kochmöglichkeiten einzurichten. Dies wird aber noch bis Frühjahr 2016 dauern. Bis dahin müssen wir durchhalten. Wir hoffen, dass bis dahin unsere Kraft reichen wird.

Syrische Heinzelmännchen auf dem Bauernhof

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Am Samstag, 7. November, trafen sich fünf ehrenamtliche HelferInnen mit einigen syrischen Flüchtlingen gegen 10 am Eingang der Flüchtlingsunterkunft Rombachstraße. Nach kurzer Abstimmung fuhr die Gruppe zu einem Bauernhof bei Vetschau.

Nur wenige Stunden vorher hatten die Helfer Kontakt mit dem Bauen aufgenommen, der spontan eine Einladung aussprach. Aber die Syrer kamen nicht zum Tiere schauen, sondern um bei den unzähligen Arbeiten rund um den Hof zu helfen.

Der Bauer war sichtlich beglückt, konnte er doch nach kurzer Einweisung bereits den Hof für einige Zeit verlassen, da er und seine Frau zuvor zugesagt hatten, mit den Eseln einen Aachener Kindergeburtstag zu begleiten.

Die Syrer und HelferInnen zögerten indes nicht, und machten sich an die Arbeit. Riesige Laubberge wurden aufgetürmt und als Unterlage in die Ställe gefahren, Reifen gewechselt, ein Anhänger voll Stroh geleert und winterfest in der Scheune gestapelt. Der Heckenschnitt wurde an der Feuerstelle gestapelt und teilweise verbrand, das verbleibende Obst von den Bäumen geholt.

Bäuerin und Bauer staunten nicht schlecht, als sie mit der Kutsche zurück auf den Hof fuhren. Denn wie bei den Henzelmännchen waren sämtliche Arbeiten erledigt und alle standen gut gelaunt mit einer Tasse Kaffee am Lagerfeuer. Dabei ist unklar geblieben, wer sich mehr gefreut hat: der Bauer, die Syrer oder doch die ehrenamtlichen HelferInnen.

Dennoch bleibt auf dem Hof weiterhin viel zu tun und so wurde verabredet, dass bereits in den nächsten Wochen die „syrischen Heinzelmännchen“ erneut vorbeikommen werden.

Auf zur Apfelernte!

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Für neun der Flüchtlinge in der Körner-Kaserne war Samstag, der 24. Oktober, ein besonderer Tag. Gemeinsam mit dem ökumenischen Lenkungskreis Flüchtlinge-Brand-Forst (ÖLF) fuhren sie morgens um 9 Uhr zu einer Obstwiese im Westen der Stadt. Dort trafen sie sich mit anderen Aachenern und der Bürgerstiftung Aachen im Rahmen des Lebensbaum-Projekts und ernteten den Vormittag über zahlreiche Äpfel.

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Mit der reichen Ernte ging es nachmittags dann zur Biologischen Station, wo aus den Äpfeln frischer Apfelsaft gepresst wurde.

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Die Bürgerstiftung spendierte den Flüchtlingen 100 Liter des kostbaren Safts, so dass die Erntehelfer abends diesen zum Abendessen der Unterkunft in der Körner-Kaserne servieren konnten.

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Wir vom ÖLF bedanken uns im Namen der Flüchtlinge bei der Bürgerstiftung sowie dem Bauern Veith vom Gut Hasselholz für den wunderbaren Tag, die zahlreichen neuen Eindrücke und die Abwechslung vom sonst sehr eintönigen Alltag in der Unterkunft.