Archiv der Kategorie: Allgemeines (bis Ende 2016)

Grußwort

Tillmanns_kleinLiebe Besucherinnen und Besucher,
liebe Helferinnen und Helfer,

das Jahr 2015 war sicherlich eine Zäsur für unser Land und auch unseren Stadtbezirk. Viele Menschen unterschiedlichster Nationalitäten sind geflüchtet aus ihren Heimatländern vor Gewalt, Krieg, Terror und wirtschaftlicher Not.

Auch unser Stadtbezirk war und ist aufgerufen, Menschen aufzunehmen, Mitmenschlichkeit zu zeigen und sich einfach zu kümmern. Und genau das ist die starke Seite unseres Stadtbezirks: Hunderte von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind dabei, organisieren vielfältige Dinge, von der Essensausgabe über den Deutschunterricht, ärztliche Betreuung bis zum Freizeitangebot. Ich glaube, wir können stolz sein auf das, was bisher geleistet wurde, gleichzeitig ist es aber dringend erforderlich, dass das Engagement anhält, weitere Menschen werden kommen.

Mir ist es daher am Ende dieses Jahres ein tiefes Bedürfnis, allen Helferinnen und Helfern zu danken. Ich ziehe den Hut vor unglaublich viel Engagement, gelebter Mitmenschlichkeit und nicht immer selbstverständlicher Neugier auf den „anderen“. Gleichzeitig bitte ich Sie aber auch, sich weiter einzusetzen, „am Ball zu bleiben“, auch wenn vielleicht bei dem ein- oder anderen die ersten Fragen auftauchen, ob sich ein Engagement lohnt. Ich glaube, der dankbare Blick der uns anvertrauten Menschen spricht Bände und ist Lohn vieler Arbeit – und manchmal auch Zweifel.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gutes neues Jahr, Kraft für Ihr ehrenamtliches Engagement und die Neugier auf den anderen.

Herzliche Grüße,

Peter Tillmanns
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Aachen-Brand

Adventkonzert und Friedenslicht

Der vergangene Sonntag brachte etwas Abwechslung für die Flüchtlinge in den Turnhallen der Gesamtschule. Professor Anna Freeman und 11 Studentinnen und Studenten der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, kamen am Nachmittag, um ein Konzert zu geben. Rund 120 Kinder und Erwachsene hatten sich versammelt. Frau Professor Anna Freeman erklärte zunächst die Instrumente, dann spielte man einige klassische Stücke aus der europäischen Musik. Das Ensemble fand aufmerksame Zuhörer, die sich mit einem begeisterten Applaus bedankten.

In der Pause brachten 14 Flüchtlinge zusammen mit ein paar Ehrenamtlern das Friedenslicht aus Bethlehem. Sie hatten sich mit etwa 200 Pfadfindern aus der Diozöse Aachen auf den Weg nach Heilig Geist gemacht und dort während der Aussendungsfeier das Licht entgegen genommen. Eine Mitarbeiterin vom DRK übersetzte ein Friedensgebet ins Arabische.

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Anschließend gab es Printen und Dominosteine, die von der Firma Lambertz gestiftet worden waren. Nach der Konzertstunde kamen die Musiker nach St. Donatus, um dort in der Abendmesse zu spielen und das Friedenslicht in Empfang zu nehmen. Der kleine Lukas trug es sichtlich stolz in die Kirche, wo es auf das „Ewige Licht“ übertragen wurde und uns so erhalten bleibt.

Pastor Freyaldenhoven dankte den Musikern und Frau Professor Freeman. Sie hatten einen langen und anstrengenden Tag hinter sich, da sie schon am Elisenbrunnen die Anti-Pegida-Demonstration unterstützt hatten.

PRF

Hygieneschulungen für Ehrenamtler

Die Städteregion Aachen bietet für Anfang Januar wieder vier Hygieneschulungen für die Helfer bei den Essensausgaben an. Wir möchten diejenigen bitten, die bisher keine Schulung mitgemacht haben, zu schauen, ob ihr an einem der Termine dabeisein könnt.

– Mittwoch 06. Jan 14:00h
– Montag 11. Jan. 9:00h
– Mittwoch 13. Jan. 14:00h
– Mittwoch 13. Jan. 16:00h

Die Örtlichkeit ist noch nicht geklärt, wir versuchen aber einen Raum in Brand dafür zu finden. Die Dauer wurde bisher noch nicht mitgeteilt, wir schätzen ca. 1,5 h.

Auf der Moreganize-Liste haben wir einen eigenen Reiter (ganze rechts) für diese Termine eingerichet. Bitte tragt euch dort wie gewohnt ein. Infos bzgl. Raum etc. bekommt ihr dann noch.

Containern mal anders

Aachen, 14.11.2015: Obwohl von ursprünglich zehn syrischen Heinzelmännchen diesmal nur sechs mit auf den Hof nach Vetschau kamen, um beim Verladen von Spenden für Kamerun in einen Container zu helfen, kamen wir erstaunlich schnell mit der Arbeit voran und teilten uns gut organisiert in kleine Gruppen auf, die eine Scheune ausräumten, Spenden beschrifteten und verpackten, mit Traktoren und Anhängern zum etwa zwei Kilometer entfernt gelegenen Container fuhren, um dort die Ware zu verladen.

Wir hatten, wie auf den Bildern zu sehen ist, mächtig Spaß und richtig gute alternative Transportideen.
Von den Betreibern des Hofes war bereits der Kaffee angerichtet und Kuchen zur Stärkung gebacken. Ein ehrenamtlicher Helfer hatte eine Kürbissuppe aus den frisch geernteten Kürbissen des Biobauern nebenan gemacht, die einfach nur köstlich war!!

Anschließend gab es am bereits vorbereiteten Feuer noch Stockbrot für alle Helfer. Und so ging ein arbeits- und ereignisreicher Tag zu Ende, an dem wieder einmal bewiesen wurde, dass viele Hände viel schaffen und trotz verschiedener Nationen (Deutsche, Holländer, Syrer) eine einwandfreie Verständigung möglich ist.

Spielgeräte und Mitspieler gesucht

Für die Flüchtlingskinder in der Turnhalle Rombachstraße werden Spielgeräte als Spende für drinnen und draußen gesucht.

Funktionstüchtige Spielsachen für drinnen: Für den Innenbereich freuen sich die Kinder über Lego und Lego Duplo, Puzzles und Bilderbücher mit viel Bildern und wenig Text (Wimmelbücher), Spielzeugautos, Buntstifte, Spitzer und Malpapier, Puppen und Puppenkleider (keine Kuscheltiere!).

Funktionstüchtige Spielsachen für draußen: Roller, Inlineskates, Bälle (Fußball, Basketball, Volleyball, Softball), Frisbeescheiben, Federballsets, Bobbycar, Sandkasten-Bagger, Straßenmalkreide, Verkehrshütchen etc.

Spielsachen spenden: Bitte melden Sie sich bei S. Vietzke per email unter sasu.ebert@gmx.de, Stichwort: Spielgerät / Spiel+Spaß. Bitte geben Sie an, was genau Sie spenden möchten. Bitte nichts an der Turnhalle abstellen.  Frau Vietzke meldet sich bei Ihnen. Vielen Dank!

Bevor die Sachen zur Unterkunft kommen, werden sie gekennzeichnet, so dass möglichst viel erhalten bleibt für folgende Gruppen von schutzsuchenden Menschen. Nicht mehr benötigte Spielsachen werden im Anschluss an Sozialkaufhäuser oder neue Notaufnahmelager gespendet.

Spielzeit spenden: Spielsachen sind nur Mittel zum Zweck. Deshalb werden auch Menschen gesucht, die gerne mit den Kindern mehr oder weniger viel Zeit verbringen möchten. Dieses Angebot soll für alle Beteiligten niedrigschwellig sein. Die Kinder sind sehr offen und freuen sich, wenn jemand sich mit ihnen beschäftigt, z.B. Ballspiele, beim Inliner anziehen hilft, Bücher anschaut, man vielleicht mit mehreren Helfern und ggf. Eltern der Kinder zum Spielplatz geht. Wenn viele mitmachen, werden die Ideen nicht ausgehen, und es verteilt sich auf vielen Schultern. So gelingen unregelmäßige, spontane oder regelmäßige Angebote.

Organisationsplattform ist dafür die Moreganizeliste auf www.st-donatus.de/fluechtlingshilfe/

Hinter den „Pfeil-Karteikartenreitern“ finden sich die Zeiten für Spielangebote.

37 Flüchtlinge in der Rombachstraße eingetroffen

In der Nacht von gestern auf heute sind 37 Flüchtlinge in die Halle Rombachstraße einquartiert worden. Es sind Männer Frauen und Kinder, kleine und größere. Also von der Zusammensetzung anders als voraus geplant, denn ursprünglich sollten ja nur Männer dorthin.

Unsere Verpflegungsteams waren unter der Leitung von Klaus Assent im Einsatz!
Für heute Abend/Nacht sind keine weiteren Flüchtlinge zu erwarten. Aber die bisherige Erfahrung lehrt uns, dass man vor Überraschungen nicht sicher ist!

Für den Ökumenischen Arbeitskreis Forst-Brand
Horst Schilberz