Archiv der Kategorie: Forst

Grillfest im Garten

Nachdem in den vergangenen Sommerwochen die Gartenarbeit etwas weniger intensiv betrieben wurde, stehen im Herbst wieder größere Arbeiten an.

Die große Fläche muss mit Boden versorgt werden, um die Fruchtbarkeit insgesamt zu verbessern. Hierfür erhalten wir seit Mitte September Mutterboden von anderen Baumaßnahmen, der kurzfristig auf der Fläche verteilt und bearbeitet werden muss. Außerdem sollen weitere Hochbeete errichtet, der Zugang verbessert werden u.v.m.

Erste Guitarrengriffe

Um für all die Arbeiten genügend Helfer zu haben und um das Projekt insgesamt bei den Flüchtlingen bekannter zu machen, fand Mitte September im Garten ein Grillfest statt.

Es sollte sich vor allem an die Migranten aus den Stadtteilen Forst und Brand richten und es kamen über 100 Leute.

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Gegen 17:30h war der Garten gute gefüllt und da das Wetter mit dunklen Wolken drohte, versorgten wir zunächst alle mit der Info, dass am Freitag, 23.09 nachmittags der nächste Workshop stattfinden wird.

Doch statt der Regenwolken zogen bald die Grillschwaden über den Platz. Das Grillfleisch wurde bald knapp und auch die Getränke mussten kurzerhand nachgekauft werden. Doch dank des leckeren Reisgericht von unserem syrischen Koch und dem Obst und Brot von der Essensausgabe der KörnerKaserne wurden alle satt.

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Am Lagerfeuer versammelten sich die Leute mit den Gitarren und erst als gegen 20:45h wirklich nur noch eine Hand voll Leute dar war, begann der Sommer sich mit einem Nieselregen zu verabschieden.

Für den ökumenischen Lenkungskreis

G. Hermens

 

Gartenprojekt „Neue Wurzeln“

Ende Mai haben wir mit dem Interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Forst begonnen. Auf einer kleinen Parzelle am Grauenhoferweg werden Hochbeete und Gartenflächen hergerichtet, um gemeinsam mit Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu gärtnern. Unser Ziel ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben auf einer kleinen Fläche selber Gemüse, Kräuter und Blumen anzupflanzen und zu ernten. Wir wollen bei der gemeinsamen Arbeit die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen kennen lernen und neue Fähigkeiten entdecken. Daher nennen wir das Projekt „Neue Wurzeln“.

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Die ersten Schritte im Garten sind bereits erfolgt. So wurde die Fläche gepflügt und planiert, erste Hochbeete gebaut und eine Kräuterschnecke angelegt. Die Krähen machen uns noch ein wenig zu schaffen, aber so lernen wir auch die Mühen der Landwirtschaft kennen. Und an der schon eingeweihten Feuerstelle werden die nächsten Schritte beraten und schon an die Pflanzzeit 2017 gedacht.

Hochbeete

Hochbeete

Durch die freundliche Unterstützung der angrenzenden Bewohner und Bauern sind wir in der glücklichen Lagen, das auch mal Arbeit erledigt werden können, die ohne schweres Gerät nicht umzusetzen sind. Denn wer hat schon einen funktionstüchtigen Traktor mit Pflug vor seiner Mietwohnung stehen….

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Wer sich weiter für das Projekt interessiert oder sogar mitmachen möchte, ist herzliche willkommen.
Einfach eine Mail schicken an fluechtlingshilfe@st-donatus.de mit dem Stichwort „Neue Wurzeln“. Wir melden uns dann.
Für den Ökumensichen Lenkungskreis Flüchtlinge (ÖLF) Brand -Forst
Gereon Hermens

Paten gesucht!

Gesucht wird zum einen eine Familie, die einen 16-jährigen afghanischen Waisenjungen bei sich aufnehmen würde. Er wünscht sich nichts sehnlicher als eine Ersatzfamilie.

Zum Anderen geht es um Paten für weitere unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die auch über das 18. Lebensjahr hinaus betreut werden können.
Falls jemand Interesse hat, bitte hier unter der Kommentarfunktion melden, ich leite es dann weiter!

Danke!

Trommeln, Taboulé und Tanz: Das große Helferfest

Afghanische Trommeln, syrische Stand-Up-Comedy, arabische Leckerbissen, moderne Soulmusik, Evergreens auf der Zieharmonika und dazu Öcher Stimmungslieder: Das Programm des Festabends für die freiwilligen Flüchtlingshelfer aus Brand und Forst im Saalbau Rothe Erde konnte sich in Sachen Vielfalt durchaus mit den Aufgaben messen, die wir Integrationshelfer in den vergangenen Monaten zu bewältigen hatten.

Klicken Sie das erste Bild an und bewegen Sie sich mit den Pfeil-Tasten durch die Galerie!

Wie sehr die Stadt in der zeitweise turbulenten zweiten Hälfte des vergangenen Jahres auf die Hilfe der mehreren Tausend Freiwilligen angewiesen war, hob Oberbürgermeister Marcel Philipp hervor. Es war eine Arbeit mit vielen Gesichtern: Sie begann von der täglichen Essensausgabe in der Turnhalle der Gesamtschule Brand und der Theodor-Körner-Kaserne, reichte über Sprachkurse und Hilfe bei der Eingewöhnung in den deutschen Alltag und endete in einem breiten Angebot an integrativen Aktionen, etwa Besuche für Kinder im Aachener Tierpark und freiwilligen Arbeitseinsätzen von Flüchtlingen auf einem Bauernhof in Vetschau. Fast 500 Bürger hatten sich alleine in Brand und Forst beteiligt, dazu ungezählte Vereine, Organisationen, Kirchengemeinden und Gruppen aller Art.

Marcel Philipp dankte den rund 200 in der „Kappertz-Hölle“ erschienen Gästen für ihr unermüdliches Engagement. „Sie haben erlebt, wie bereichernd es ist, Menschen aus anderen Kulturen zu begegnen und ihnen zu helfen.“ Für die bevorstehende Integrationsarbeit, bei der es kaum ohne unvermeidliche Reibung abgehen werde, versprach er den Freiwilligen die Unterstützung und Gesprächsbereitschaft der Stadt: „Kommen Sie auf uns zu, meine Tür steht immer offen.“

Das Helferfest würdigte die ehrenamtliche Arbeit in den Notunterkünften und Übergangswohnheimen in Brand und Forst. Zahlreiche Sponsoren und Förderer hatten die Veranstaltung möglich gemacht, so etwa Peter Kappertz, der den Saal bereitstellte und Peter Jumpertz, der den künstlerischen Teil organisierte und selbst am Schluss als DJ für Tanzstimmung sorgte. Unterstützung kam auch in Form eines Schecks über 1000 Euro von der Theatergruppe der Martin-Luther-Kirche Brand, die die Einnahmen ihrer Aufführungen des Stücks „Das Festkomitee“ der Flüchtlingsarbeit spendete.

Im bunten Teil des Abends bekam das Publikum dann eine Kostprobe dessen geboten, was die neuen Nachbarn zum gesellschaftlichen Leben beisteuern können – kulturell wie kulinarisch. Da war etwa der junge Trommler Javid Tajik aus Afghanistan, der den Saal mit den exotischen Klängen seiner beiden Tabla-Trommeln füllte. Oder das üppige Buffet mit Fatusch-Salat, Taboulé und Hummus-Kichererbsenbrei der aus Syrien stammenden Cousins Mohammad Ejjo und Mohamad Ejo (deren unterschiedliche Namensschreibweise auf deutsche Einwanderungsbürokratie zurückgeht).

Hamid Ejo, ein weiteres Mitglied der Familie und als Rotkreuz-Mitarbeiter in den Unterkünften tätig, amüsierte seine Zuhörer mit Stand-Up-Comedy aus der Perspektive eines Neubürgers. Ernster war das auf Persisch vorgetragene Gedicht der jungen Afghanin Assady Maliha über den Schmerz, den das Verlassen der Heimat mit sich bringt.

Im weiteren Programm ging es dann ebenso abwechslungsreich weiter: Das Duo Ariane Baur und Moritz Schippers präsentierte Jazz, Soul und Pop. Auf eine Reise durch die Welt der Musik nahm HeJoe Schenkelberg die Zuhörer mit seinem Akkordeon. Und die in der Karnevalsszene bekannten „De Pöngche“ – Ulrich Havermann und Dirk Chauvistré – sorgten für heimatliche Klänge „met Hazz än Jesangk“. Mit Herz, so hoffen wir, wird die Integrationsarbeit der Aachener Freiwilligen auch in den nächsten Monaten weitergehen.

Bleiben Sie bitte am Ball und melden Sie sich über unser Formular für weitere Arbeiten an – die große Aufgabe Integration geht uns alle an! Viele Ansätze und Anregungen für unsere kommende Arbeit finden Sie in unserem Integrationskonzept Flüchtlinge in Brand und Forst, das Sie als PDF herunterladen können.

Danke – und: Weiter so!

einladung

Liebe Flüchtlingshelfer in Brand und Forst, bitte merken Sie sich den Samstag, 5. März! An diesem Abend wollen wir uns allen selbst ein „Danke“ sagen. Und gemeinsam Feiern.

Eingeladen ist jeder, der sich an der Betreuung unserer Gäste in Brand und Forst beteiligt hat. Oberbürgermeister Marcel Philipp wird Sie offiziell begrüßen und einen Ausblick über die zukünftige Situation der Flüchtlingshilfe in unseren beiden Stadtteilen geben.

Für das Unterhaltungsprogramm sorgen bekannte lokale Künstler wie das Öcher Gesangsduo „De Poenchere“, die Soulsängerin Julita Elmas, Akkordeonspieler Hejo Schenkelberg und weitere Überraschungsgäste. DJ Peter Jumpertz will dann dafür sorgen, dass fleißig das Tanzbein geschwungen wird.

Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz: Für’s Essen sorgen wir, die Getränke bezahlt bitte jeder selbst.

Wenn Sie noch keine persönliche Einladung für sich und Ihren Partner bekommen haben, sprechen Sie bitte Ihren Kontakt beim Ökumenischen Lenkungskreis Flüchtlinge in Brand und Forst an. In der Einladung finden Sie alle weiteren Angaben, auch zum Veranstaltungsort. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend!

So können Sie mitmachen

Unsere Arbeit verändert sich gerade. Nachdem die Flüchtlinge aus der Turnhalle Brand ausgezogen sind, engagieren sich unsere Helfer im Moment vor allem für die Bewohner des Übergangswohnheimes in der Körner-Kaserne in Forst. Dort entsteht auch eine neue Erstaufnahmeeinrichtung. Ein weiteres Übergangswohnheim wird derzeit in der Debyestraße zwischen Brand und Eilendorf eingerichtet. Die Menschen dort werden unsere Hilfe brauchen. Ein wichtiges neues Feld werden Patenschaften für die bereits in Brand lebenden Flüchtlingsfamilien, also Unterstützung beim Einleben in unsere Gesellschaft und unseren Alltag.

Wir freuen uns, wenn Du/Sie mitmachen, um unsere neuen Nachbarn in unseren Stadtteil zu integrieren! Es gibt viele Betätigungsfelder:

– Freizeitangebote,
– Sprachunterricht,
– gesellschaftliche Arbeit,
– Stadtteilerkundungen,
– Kinderbetreuung,
– Patenschaften,
– Wohnungssuche,
– Kleinstgarten,
– medizinische Betreuung,
– Unterstützung bei Rechtsfragen,
– und, und, und…

Auf unserem großen Helferfest am Samstag, 5. März (mehr Infos hier) wollen wir dazu weitere Informationen geben. Wer sich einbringen möchte, kann sich hier unser Integrationskonzept Flüchtlinge in Brand und Forst herunterladen, in dem sich viele Ansätze und Anregungen für unsere kommende Arbeit finden.

Wir sehen uns am Samstag!

Neue Situation in der Körner-Kaserne

Liebe HelferInnen der Unterkunft Körner-Kaserne, es tut uns leid, aber heute hat sich die Situation in der Körner-Kaserne schon wieder vollständig geändert. Ab Morgen, Freitag, 20. September, steht das Rote Kreuz NICHT MEHR zur Essenausgabe zur Verfügung. Wir haben auch einen neuen Caterer. Die Firma Kerres wird ab morgen die Essenversorgung übernehmen.

Daraus resultiert:

Frühstück: 8:30 bis 10:00h (Anlieferung Frühstück: 8:30 Uhr)

Mittagessen: 12:45 bis 14:00h (Anlieferung zwischen 12:30 und 13:00 Uhr)

Abendessen: 17:30 bis 19:00

Soweit aktuell noch Tage ohne Eintragungen sind, werden wir die Zeiten dort schon anpassen. Sind schon Eintragungen da, ist eine Änderung nicht mehr möglich.

Freitag früh treffen 45 neue Flüchtlinge für die Körner-Kaserne ein. Das sind alles zugewiesene Flüchtlinge. Am Montag kommen weitere 60 Flüchtlinge hinzu.

Wir müssen die Essenausgabe ab Freitag wieder vollständig selbst betreiben. Daher bitte wir alle, die sich in der Liste eingetragen haben, auch den Dienst zu leisten.

Es ist von Seiten der Stadt beabsichtigt, in den Unterkünften Kochmöglichkeiten einzurichten. Dies wird aber noch bis Frühjahr 2016 dauern. Bis dahin müssen wir durchhalten. Wir hoffen, dass bis dahin unsere Kraft reichen wird.

Die Nutzung der Körner-Kaserne ändert sich

Foto: Richard Schmitt

Foto: Richard Schmitt

Das Helfertreffen gestern Abend war ein voller Erfolg. Ca. 150 Teilnehmer zeigten, dass das Interesse an der Arbeit mit den Flüchtlingen ungebrochen ist.

Besonders dankbar bin ich dem Leiter des Amtes für Soziales und Integration, Herrn Emonts, dass er es als seine persönliche Verpflichtung betrachtet hat, an dem Treffen teilzunehmen.

Er überbrachte den großen Dank der Stadt für das hohe Engagement aller Helfer in der Körner-Kaserne. Er informierte über die aktuellen Entwicklungen und die Planung bezüglich der Körner-Kaserne.

Er schilderte die Situation der Stadt und stellte die große Herausforderung für alle Bediensteten und insbesondere auch seines Amtes sehr plastisch dar. Dass bei dieser großen und herausfordernden Aufgabe auch Fehler gemacht wurden, räumte er unumwunden ein und bat um Verständnis.

Die Unterkunft Körner-Kaserne wird zu einem städtischen Wohnheim werden. Die Stadt übernimmt wieder die Leitung und Verantwortung für die Unterkunft.

Es ist geplant, in den Gebäuden Küchen einzurichten, damit sich die Bewohner selbst verpflegen können. Dies wird jedoch Zeit beanspruchen, so dass wir uns darauf einstellen müssen, die Verpflegungsausgabe bis voraussichtlich Ende März im Zelt sicherzustellen.

Viele Fragen zum Thema Wohnungen und Betreuung wurden gestellt und umfassende Informationen gegeben. Ich denke, wir sind jetzt gut informiert und die Zusammenarbeit wird in Zukunft reibungsloser und effizienter werden. Erfahrung, Routine und hoher Einsatz aller Beteiligten werden zu einem guten Ergebnis führen.

Besonderer Dank gilt Martin Pier, der in gewohnt souveräner Weise die Veranstaltung moderiert hat und für eine straffe Durchführung sorgte.

Beim abschließenden Beisammensein wurden viele Themen angesprochen und Ideen für das weitere Vorgehen entwickelt.

Diese Ideen werden wir in der kommenden Woche, am Dienstag, 24.11., 19:30 Uhr in kleinerer Runde besprechen und über das Ergebnis informieren. Einladung folgt.

Gestern und heute war der Tag gefüllt mit der Bewältigung der Aufgabe, für die in Wohnungen eingewiesenen Familien das Notwendigste an Ausstattung zu beschaffen, was für ein einigermaßen erträgliches Leben erforderlich ist. Jede Familie hat Paten und Helfer an ihrer Seite, die sich kümmern und den Kontakt zu den örtlichen Helferkreisen herstellen.

Heute kam es in der Körner-Kaserne zum großen Wechsel. Ein neuer Sicherheitsdienst hat seine Arbeit aufgenommen. Das Rote Kreuz packt seine Sachen und wird morgen übergeben. Alle ziehen weiter zur Peliserkerstraße, um dort eine neue Einrichtung zu übernehmen und zu betreiben.

Ab morgen haben wir auch einen neuen Caterer. Die Firma Kerres wird die Verpflegung in der Körner-Kaserne übernehmen. Da wir nun keine Unterstützung durch das Rote Kreuz mehr haben, sind wir wieder vollständig mit der Essensausgabe gefordert. Ich hoffe, alle sind weiter mit an Bord und treten ihre Schicht wie in der Liste eingetragen auch an.

Allerdings werden sich Zeiten ändern.

Anlieferung Frühstück ist für 8:30 Uhr geplant.

Anlieferung Mittagessen ist für 12:30 Uhr vorgesehen

Das Abendessen wird um 16:00 Uhr geliefert und in den Kühlschränken eingelagert.

Die Listen werden entprechend angepasst.

Morgen kommen 45 neue Bewohner. Alle sind nach Aachen zugewiesene Asylbewerber. Am Montag kommen weitere 60 hinzu. Dann ist die Unterkunft wieder voll belegt.

Eine gelungene Abschiedsparty: Flüchtlinge und Helfer feiern

?????????????Eine spontane Idee am gestrigen Abend und nun ist sie zu Ende: die Abschiedsparty der Flüchtlinge und Helfer aus der Körner-Kaserne. Viele haben mich heute abend gefragt „Wie machst Du das?“ Dabei ist es doch so einfach.

Auf jeden Fall wollte ich das Fest nicht in der Kaserne feiern. Weder wollte ich das Rote Kreuz um Genehmigung bitten, noch mir Fragen nach dem Einbringen von Speisen in die Kaserne anhören. Also musste eine andere Örtlichkeit gefunden werden.

Es genügte ein kurzer Anruf bei Toni und Brigitte Kommer und der Platz war klar. Wir feiern auf dem Gelände der Gaststätte.

Bei der Ortsbesichtigung heute Morgen wurden rasch Ideen besprochen und ein grober Plan erstellt. Am Nachmittag haben acht unserer Gäste, von mir an die Hand genommen, mit Toni Kommer alles aufgebaut.

Die Bierzeltgarnituren, die nun seit 6 Wochen auf der Wiese in der Körner-Kaserne liegen (wem gehören die eigentlich?) wurden in unseren Pfarrbulli verladen und vor Ort aufgebaut.

Das Buffet wurde bestückt mit Speisen und Backwaren, die die Helfer mitbrachten. Die Dekoration mit Windlichtern war eine tolle Idee.

Und so kam das alles ohne große Mühe zustande. Und es hat sich wahrlich gelohnt. Alle Teilnehmer waren guter Stimmung und es wurde ausgelassen getanzt und Abschied genommen. Die Freude darüber, dass es endlich weitergeht und die bange Erwartung, was morgen passiert, waren deutlich spürbar. Viele der Helfer kämpften mit ihren Emotionen und es wurde viel umarmt. Große Dankbarkeit für die fürsorgliche und gute Betreuung kamen immer wieder zum Ausdruck.

Der WDR wird morgen um 19:30 Uhr in der Lokalzeit über die Feier berichten. Ich bin gespannt auf die Bilder.

Morgen geht es dann auf zur Registrierung nach Niederaußem. Gespannt bin ich darauf, wie die Kinder sich von ihrer umfangreichen Sammlung an Bobby Cars, Fahrrädern und allen anderen größeren Spielsachen trennen. Ebenso spannend wird es, wenn die vielen Koffer verladen werden sollen und der Platz im Bus knapp wird.

Wir werden selbstverständlich mit einer großen Mannschaft bereitstehen, um noch ein rasches Frühstück anzubieten. Um 7:30 Uhr soll der erste Bus fahren. Ich habe da so meine Zweifel, ob das gelingt. Eine echte Aufgabe für das Rote Kreuz.

Ich werde die Flüchtlinge begleiten und hoffe, dass es mir gelingt, unsere Sorgenkinder gut unterzubringen. Mein Ziel ist es, möglichst viele wieder mit nach Aachen zurücknehmen zu können.

Auf jeden Fall geht nun eine herausfordernde, spannende, aber auch für alle Helfer bereichernde Zeit zu Ende. Ich kann gar nicht zählen, wie viele tolle Menschen ich in dieser Zeit kennengelernt habe. Wir wären ohne diese Aufgabe nie miteinander in Kontakt gekommen und ich habe viele neue Freunde gewonnen. Allen, die mich in meiner Rolle als Organisator angenommen und unterstützt haben, meinen herzlichen Dank. Ihr seid eine tolle Truppe.

Es wird trotz des Abschieds weitergehen mit der Arbeit. Wir werden uns neu einlassen müssen mit unbekannten Menschen, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen. Ich hoffe, ich finde dann alle wieder an meiner Seite.

Auf zur Apfelernte!

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Für neun der Flüchtlinge in der Körner-Kaserne war Samstag, der 24. Oktober, ein besonderer Tag. Gemeinsam mit dem ökumenischen Lenkungskreis Flüchtlinge-Brand-Forst (ÖLF) fuhren sie morgens um 9 Uhr zu einer Obstwiese im Westen der Stadt. Dort trafen sie sich mit anderen Aachenern und der Bürgerstiftung Aachen im Rahmen des Lebensbaum-Projekts und ernteten den Vormittag über zahlreiche Äpfel.

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Mit der reichen Ernte ging es nachmittags dann zur Biologischen Station, wo aus den Äpfeln frischer Apfelsaft gepresst wurde.

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Die Bürgerstiftung spendierte den Flüchtlingen 100 Liter des kostbaren Safts, so dass die Erntehelfer abends diesen zum Abendessen der Unterkunft in der Körner-Kaserne servieren konnten.

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Wir vom ÖLF bedanken uns im Namen der Flüchtlinge bei der Bürgerstiftung sowie dem Bauern Veith vom Gut Hasselholz für den wunderbaren Tag, die zahlreichen neuen Eindrücke und die Abwechslung vom sonst sehr eintönigen Alltag in der Unterkunft.

Situationsbericht aus der Sporthalle Rombachstraße

Die ersten Tage Sporthalle Rombachstraße liegen nun hinter uns, Zeit für einen kurzen Situationsbericht.

Bei den „ersatzweise“ eingetroffenen Flüchtlingen (anstelle der geplanten 80 jungen Männer) handelt es sich vorwiegend um Familien mit z.T. kleinen Kindern.

Die Gruppe ist in der Nacht von Sonntag auf Montag eingetroffen.Am Montagmorgen haben wird dann mit der Essensausgabe begonnen.

Insgesamt ist rund um das „Thema Essen“ von einem stimmigen Bild zu sprechen, sowohl qualitativ wie quantitativ.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt gestaltet sich sehr positiv, auf beiden Seiten ist eine hohe Bereitschaft zur Kooperation zu verzeichnen.

Für heute ist eine weitere Gruppe (ca. 40 Personen) angekündigt. Ob es so sein wird, bleibt abzuwarten…

Dank an alle, die hier fleißig mitgeholfen haben!

37 Flüchtlinge in der Rombachstraße eingetroffen

In der Nacht von gestern auf heute sind 37 Flüchtlinge in die Halle Rombachstraße einquartiert worden. Es sind Männer Frauen und Kinder, kleine und größere. Also von der Zusammensetzung anders als voraus geplant, denn ursprünglich sollten ja nur Männer dorthin.

Unsere Verpflegungsteams waren unter der Leitung von Klaus Assent im Einsatz!
Für heute Abend/Nacht sind keine weiteren Flüchtlinge zu erwarten. Aber die bisherige Erfahrung lehrt uns, dass man vor Überraschungen nicht sicher ist!

Für den Ökumenischen Arbeitskreis Forst-Brand
Horst Schilberz