Archiv der Kategorie: Lageberichte (bis Ende 2016)

Weihnachten – wieso weshalb warum? Adventsaktion des NNN Burtscheid

Anlass für die Weihnachtsaktion war die Idee einiger Ehrenamtler, den Flüchtlingen unsere christtitelgrafik-weihnachtsgruss2016liche Botschaft von Weihnachten näher zu bringen, so wie sie uns von ihrem Opferfest oder dem Ramadan erzählen. So haben wir in der letzten Adventswoche in den Unterkünften Weihnachtsgrüße verteilt: Eine kleine Geschenketüte mit einer Karte, auf der in kurzen Sätzen unsere christliche Botschaft vermittelt wurde, und einem Aachener Printenmann.

geschenketuete2016Darüber hinaus enthielt die Tüte noch andere Kleinigkeiten, die die Helferinnen und Helfer am jeweiligen Standort selbst zusammen-stellten. In der Unterkunft im Kalverbenden gab es beispielsweise ein kleines LED-Licht zusammen mit einem kleinen Halter in Form eines Sterns und für die Kinder Süßigkeiten bzw. Beschäftigungsmaterial. So erfuhren die neuen Nachbarn gleichzeitig vom Brauchtum des Schenkens.

Das kleine Geschenk ist bei den meisten mit Freude und Interesse entgegengenommen worden! Dez. 2016, Monika Meimberg

Café Michael – Begegnung, Spiel und Spaß jeden zweiten Freitag im Monat

Das Café Michael wird organisiert durch die Christliche Gemeinde am Michaelsberg und findet statt in deren Gemeinderäumen in der Michaelsbergstraße 28, 52066 Aachen-Burtscheid. Dieses zweiwöchentliche Angebot – jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 17:00-19:00 Uhr – bietet Sprachtraining durch Sprechangebote, Entspannung und Freude in Spielen und gemeinsamem Tun, Wohlbefinden in lockerer Atmosphäre bei Kaffee, Tee, Softgetränken und Kuchen. Hier haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, zwanglos über ihre Befindlichkeiten zu reden und gegebenenfalls Hilfe zu erfragen. Gedacht ist die Einrichtung auch besonders für ehemalige Bewohner, um eine Anlaufstelle und einen gemeinsamen Treffpunkt zu haben.

Danke, Aachen!

Es ist Mittwochmittag. Die Turnhallen in der Rombachstraße werden aufgeräumt und gereinigt. Sie wirken schon jetzt geisterhaft verlassen.

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Fast alle Bewohner haben in den letzten beiden Tagen die Einrichtung verlassen. Nur zwölf Menschen warten weiterhin in Brand auf ihre kommunalen Zuweisungen. Leider mussten sich viele liebgewonnene Freunde voneinander trennen. Auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und den Mitarbeitern des DRK fiel so mancher Abschied schwer. Es sind viele Bindungen entstanden. Telefonnummern und Mailadressen  wurden daher zahlreich ausgetauscht, um in Kontakt bleiben zu können.

Alle sind sehr gespannt darauf, wie es weitergeht. Keiner weiß genau, was vorgefunden wird in der nächsten „Heimat“, da die bisherigen Erfahrungen äußerst unterschiedlich sind. Sie reichen von der Unterbringung in beheizten Zelten über Wohncontainer bis hin zu klassischen Asylbewerberheimen oder kleinen Wohnungen, die sich eine Familie oder vier bis elf Leute teilen.

Allen gemeinsam ist, dass sie ab jetzt eigenverantwortlich agieren müssen: Einkaufen, Kochen, Putzen und vieles mehr werden die Flüchtenden ab jetzt selbstständig organisieren müssen. Alle, die gingen, bedankten sich sehr herzlich mit Handschlag, Umarmungen, Küsschen und sehr vielen guten Wünschen, die von Übersetzern an die Helfer weitergegeben wurden. Und mit dem „Klenkes“.

Rombachstr-05 Abschied

Alle Flüchtenden waren sich einig, dass die Betreuung in der Rombachstraße sehr umfangreich, liebevoll und herzlich war. Viele der Bewohner wären sehr gerne in Aachen geblieben, aber darauf hat leider niemand Einfluss. Die Flüchtenden müssen dorthin gehen, wohin sie zugewiesen werden. Getauscht werden kann nicht; bei diesem Versuch erlischt der Anspruch auf Asyl in Deutschland.

So fügten sich alle letztlich ihren Zuweisungen und waren froh, dass es nun nach der Unterbringung in der Erstaufnahmeeinrichtung weitergeht.

Es wurde zwei Tage lang Abschied genommen, gepackt, geweint, gelacht und gedankt. Sogar die Kinderspielzeuge, die zunächst wegen Platzmangel nicht mitgenommen werden sollten, fanden nach vielem Probieren und Diskutieren doch noch einen Platz und zauberten ein glückseliges Lächeln in so manches Kindergesicht.

Die Busse wurden in eisiger Kälte mit vielem Winken und Abschiedsrufen bei der Abfahrt begleitet.
Sie nehmen all unsere guten Wünsche für ihre Zukunft  mit!

Status Rombachstraße 4.1.2016

Zunächst – auch an dieser Stelle – ein gutes und frohes neues Jahr!

Neben einer Reihe von tollen Einzelaktionen, die zum Teil auf der homepage veröffentlich sind, waren im Dezember zwei Veranstaltungen für die Flüchtlinge von besonderer Bedeutung:

Am 20. Dezember das Trompetenkonzert unter Leitung von Frau Prof. Freeman in der Halle Rombachstraße sowie am 27.12. ein Fest für die Flüchtlinge im Pfarrzentrum St. Donatus. Beide Veranstaltungen fanden in einer ebenso gelösten wie stimmungsvollen Atmosphäre statt.

Die Bewohner der beiden Hallen befinden sich jetzt seit etwa 3 Monaten in der Notunterkunft, mit einer kommunalen Zuweisung ist täglich zu rechnen.

Nach der Zuweisung sollen beide Hallen komplett gereinigt und für die zu erwartenden Neu-Ankömmlinge vorbereitet werden. Wann die Neu-Belegung dann stattfindet, ist derzeit nicht zu terminieren.

Sobald uns verlässliche Informationen hierzu vorliegen, werden wir entsprechend informieren.

Eine neue Pinnwand – herzlichen Dank!

Pinnwand  für Infos in der Sporthalle Rombachstraße, gespendet von der Tischlerei Korr GmbH, Aachen-Brand

Pinnwand für Infos in der Sporthalle Rombachstraße,
gespendet von der Tischlerei Korr GmbH, Aachen-Brand

Im Rahmen der ehrenamtlichen Betreuung der Flüchtlinge, die in der Erstaufnahmeeinrichtung an der Rombachstraße untergebracht sind, gibt es vielschichtige Betreuungsangebote für Jung und Alt, so stehen lernen, Sport und Spiel neben weiteren Aktivitäten auf dem Plan. Um all die Angebote zu bewerben, benötigten wir dringend eine große Pinnwand. Ein kurzes Gespräch mit Herrn Olav Korr befreite uns von der Sorge, indem er für uns diese Pinnwand als Unikat baute und kostenfrei zur Verfügung stellte.

Wir, der Ökumenische Lenkungskreis Flüchtlinge Brand – Forst, bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Korr und seinen Mitarbeitern für die großzügige Unterstützung unserer Arbeit.

Horst Schilberz

Neue Nachbarn in Brand

Am 15. November fand wie jedes Jahr die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Ehrenmal statt. Vertreter der Bezirksvertretung, Vereine, Kirchengemeinden und Bevölkerung gedachten mit Worten, Musik, Gebet und Blumen der Toten der beiden Weltkriege. Es ist im besten Sinne des Wortes jedes Jahr dasselbe, und doch war dieses Jahr etwas anders. Unter den Gästen waren 15 junge Syrer, notuntergebracht in der Turnhalle Rombachstraße. Aufmerksam verfolgten sie das Geschehen, auch wenn sie sicher kein Wort verstanden haben. Bewusst oder unbewusst entstand so eine Brücke zwischen den Kriegsopfern vergangener Jahrzehnte und den Kriegsopfern heute.

Keiner von uns weiß so genau, auf welchen Wegen die jungen Männer zu uns gekommen sind, noch was hinter ihnen liegt. Noch weniger wissen wir, welcher Kommune sie kurz darauf ‚zugewiesen‘ werden, was sie erwartet, und was eigentlich das Schicksal ihrer Schwestern sein wird, die sich – kulturbedingt – in den seltensten Fällen auf den Weg machen. Die jungen Männer stehen für zahlreiche Menschen aus Syrien und anderen Kriegs-, Krisen- und Elendsgebieten, die in den letzten Monaten Zuflucht in Deutschland gesucht haben. Die Not der Welt fällt uns in diesen Tagen buchstäblich auf die Füße und rückt vom Fernseher in unsere unmittelbare Nachbarschaft.

Dabei hatten wir Brander im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden noch das Glück, uns auf die neue Situation vorbereiten zu können. Bereits im Februar entstand übergreifend für Brand und Forst und ausgehend von den jeweiligen Kirchengemeinden der Ökumenische Lenkungskreis Flüchtlinge ÖLF.

Als dann ab Anfang September insgesamt 200 Schutzsuchende in der Körner-Kaserne Forst eintrafen waren wichtige Kontakte bereits geknüpft, Erfahrungen anderer Stadtteile zusammengetragen und erste Überlegungen angestellt. Unter der ehrenamtlichen Leitung von Richard Schmitt und mit der Hilfe ungezählter Hände aus Brand und Forst konnten die Menschen versorgt und betreut werden. Innerhalb kürzester Zeit waren über die Erst- und Essensversorgung hinaus eine gut sortierte Kleiderkammer und ein Kindergarten entstanden, die medizinische Versorgung organisiert, Sprachkurse und Freizeitangebote angelaufen. Wo immer möglich brachten sich die Flüchtlinge selber ein. Es war eine intensive Zeit für alle Beteiligten, die am 5. November mit einem großen Abschiedsfest endete, bevor es am Folgetag in Bussen zur Registrierung und weiteren Zuweisung nach Niederaußem ging.

In Brand ging es etwas später los. Nachdem bereits Mitte September die Einfachturnhalle an der Rombachstraße für den Sport gesperrt und mit Matratzen ausgestattet worden war, kamen schließlich in der Nacht zum 19. Oktober die ersten 38 Flüchtlinge – meist Familien – an, weitere folgten in den allernächsten Tagen. Doch der Bedarf – so zeigte sich bald – ist viel größer. Die Dreifachturnhalle wurde ebenfalls als Notunterkunft ausgerüstet – Gesamtschule und Sportvereine tragen diese schmerzliche Einschränkung mit großer Solidarität. Bald war mit Klaus Assent auch für Brand ein Ehrenamtler gefunden, der nicht nur im Dauereinsatz die Gesamtkoordination stemmt, sondern zugleich noch immer für jeden das richtige Wort parat hat.

Und auch in Brand sind vom ersten Tag an viele Helferinnen und Helfer im Einsatz und bleiben auch nach der offiziellen Verantwortungsübernahme durch das DRK unverzichtbar. Die vom ÖLF ins Netz gestellten Listen für die Essensausgabe füllen sich schneller als man gucken kann, und bald werden auch hier erste Sprachkurse angeboten, mit Kindern Martinslaternen gebastelt, Sport, Ausflüge und Freizeitaktivitäten organisiert und alles getan, um den Menschen das Leben in unserer Region näher zu bringen.

Ein besonderer Höhepunkt soll am 27. Dezember, dem Fest der Heiligen Familie, eine weihnachtliche Feier für Flüchtlinge, Nachbarn und Helfer im Pfarrzentrum St. Donatus sein. Wer dann in der Turnhalle leben wird, wissen wir heute noch nicht, denn bereits Mitte November heißt es für einen Großteil der Erstankommenden ‚Registrierung in Niederaußem‘. Was im Grundsatz zweifellos notwendig ist, erschließt sich in der konkreten Durchführung weder Herz noch Verstand. Alle müssen alles packen und mitnehmen – nicht wissend, wer am Abend zurück in die Unterkunft kommt oder vielleicht nach Eisenhüttenstadt, Chemnitz oder Flensburg geschickt wird. Viele Menschen, die nach langer Odyssee bei uns gelandet und froh sind, erste Vertrautheit mit ihrem Umfeld und den Menschen in ihrer Umgebung gewonnen zu haben, müssen wenig später anderswo erneut ganz von vorne anfangen.

In Brand wird der Tag der Registrierung genutzt, um die inzwischen mit Laminat ausgelegte Turnhalle zu reinigen und mit Etagenbetten für bis zu 320 Menschen auszustatten, die hier ein provisorisches Zuhause ohne jede Privatsphäre finden.

Zurzeit sind viele Fragen offen. Wie geht es hier vor Ort weiter? Wie wird die Zukunft dieser Menschen aussehen? Wie die Zukunft ihrer Heimat? Viel mehr als uns quält diese Ungewissheit die Menschen, die hier Zuflucht suchen. Wir wollen uns mit Zeichen tätiger Solidarität auf sie einlassen und ihnen helfen, wieder Vertrauen in das Leben zu fassen. Wir wollen ein Gegenmodell sein zu denen, die Fremdenhass und Ängste schüren oder einfach selbstverständlich davon ausgehen, dass die große Schere zwischen Arm und Reich zu unseren Gunsten immer so bleiben muss.

Rita Breuer (für den ÖLF)

Statusbericht Rombachstraße

Nach dem Zugang von knapp 50 Flüchtlingen am Freitagabend sind jetzt insgesamt 210 Personen in der Rombachstraße untergebracht.  Differenziert nach Geschlecht und Altersstruktur bedeutet dies:

Erwachsene: 136, davon 106 Männer (ab 18 Jahre) und 30 Frauen (ab 18 Jahre)
Kinder: Bis 8 Jahre: 31; 8 – 14 Jahre: 25; 14 – 18 Jahre: 18

Nach Ankunft der neuen Flüchtlinge wurde von „unserem Ärzteteam“ um Prof. Zilkens zunächst die Erstuntersuchung für sämtliche Personen durchgeführt. Als „Mitternachtsbuffet“ wurde dann gegen 23.30h für die verständlicherweise hungrigen Flüchtlinge noch ein Essen gereicht.

Die Organisation und Durchführung von Betreuungsprogrammen wie Sprachförderung, Sport, Spiel und Unterhaltung hat ein beachtliches und anerkanntes Niveau erreicht. Qualität und Quantität der Angebote können sich sehen lassen !  Zurzeit wird der weitere Ausbau der Erwachsenen-Angebote forciert. Da die Flüchtlinge sich momentan natürlich sehr viel innerhalb der Hallen aufhalten, sind die externen Betreuungsangebote (z.B. im JuB, Gesamtschule)  natürlich eine willkommene Abwechslung!

Um für alle Beteiligten die Transparenz sicherzustellen, haben die Teamleiter der Betreuungsgruppen entsprechende Übersichten für das DRK und Ehrenamtler erstellt.

Zur Advents- und Weihnachtszeit sind einige Überraschungen für die Flüchtlinge geplant, später dazu mehr.

Angesichts der gestiegenen Anzahl wurde in der Moreganize-Liste die Planzahl der Helfer für die Essensausgabe nach oben gesetzt.

Nach wie vor wird davon ausgegangen, dass die Belegung der Hallen auf die geplante Kapazität  von 320 Flüchtlingen ausgeschöpft werden wird. Genaueres…. ?

So viel für heute, eine schöne Adventszeit!

Neue Situation in der Körner-Kaserne

Liebe HelferInnen der Unterkunft Körner-Kaserne, es tut uns leid, aber heute hat sich die Situation in der Körner-Kaserne schon wieder vollständig geändert. Ab Morgen, Freitag, 20. September, steht das Rote Kreuz NICHT MEHR zur Essenausgabe zur Verfügung. Wir haben auch einen neuen Caterer. Die Firma Kerres wird ab morgen die Essenversorgung übernehmen.

Daraus resultiert:

Frühstück: 8:30 bis 10:00h (Anlieferung Frühstück: 8:30 Uhr)

Mittagessen: 12:45 bis 14:00h (Anlieferung zwischen 12:30 und 13:00 Uhr)

Abendessen: 17:30 bis 19:00

Soweit aktuell noch Tage ohne Eintragungen sind, werden wir die Zeiten dort schon anpassen. Sind schon Eintragungen da, ist eine Änderung nicht mehr möglich.

Freitag früh treffen 45 neue Flüchtlinge für die Körner-Kaserne ein. Das sind alles zugewiesene Flüchtlinge. Am Montag kommen weitere 60 Flüchtlinge hinzu.

Wir müssen die Essenausgabe ab Freitag wieder vollständig selbst betreiben. Daher bitte wir alle, die sich in der Liste eingetragen haben, auch den Dienst zu leisten.

Es ist von Seiten der Stadt beabsichtigt, in den Unterkünften Kochmöglichkeiten einzurichten. Dies wird aber noch bis Frühjahr 2016 dauern. Bis dahin müssen wir durchhalten. Wir hoffen, dass bis dahin unsere Kraft reichen wird.

Die Nutzung der Körner-Kaserne ändert sich

Foto: Richard Schmitt

Foto: Richard Schmitt

Das Helfertreffen gestern Abend war ein voller Erfolg. Ca. 150 Teilnehmer zeigten, dass das Interesse an der Arbeit mit den Flüchtlingen ungebrochen ist.

Besonders dankbar bin ich dem Leiter des Amtes für Soziales und Integration, Herrn Emonts, dass er es als seine persönliche Verpflichtung betrachtet hat, an dem Treffen teilzunehmen.

Er überbrachte den großen Dank der Stadt für das hohe Engagement aller Helfer in der Körner-Kaserne. Er informierte über die aktuellen Entwicklungen und die Planung bezüglich der Körner-Kaserne.

Er schilderte die Situation der Stadt und stellte die große Herausforderung für alle Bediensteten und insbesondere auch seines Amtes sehr plastisch dar. Dass bei dieser großen und herausfordernden Aufgabe auch Fehler gemacht wurden, räumte er unumwunden ein und bat um Verständnis.

Die Unterkunft Körner-Kaserne wird zu einem städtischen Wohnheim werden. Die Stadt übernimmt wieder die Leitung und Verantwortung für die Unterkunft.

Es ist geplant, in den Gebäuden Küchen einzurichten, damit sich die Bewohner selbst verpflegen können. Dies wird jedoch Zeit beanspruchen, so dass wir uns darauf einstellen müssen, die Verpflegungsausgabe bis voraussichtlich Ende März im Zelt sicherzustellen.

Viele Fragen zum Thema Wohnungen und Betreuung wurden gestellt und umfassende Informationen gegeben. Ich denke, wir sind jetzt gut informiert und die Zusammenarbeit wird in Zukunft reibungsloser und effizienter werden. Erfahrung, Routine und hoher Einsatz aller Beteiligten werden zu einem guten Ergebnis führen.

Besonderer Dank gilt Martin Pier, der in gewohnt souveräner Weise die Veranstaltung moderiert hat und für eine straffe Durchführung sorgte.

Beim abschließenden Beisammensein wurden viele Themen angesprochen und Ideen für das weitere Vorgehen entwickelt.

Diese Ideen werden wir in der kommenden Woche, am Dienstag, 24.11., 19:30 Uhr in kleinerer Runde besprechen und über das Ergebnis informieren. Einladung folgt.

Gestern und heute war der Tag gefüllt mit der Bewältigung der Aufgabe, für die in Wohnungen eingewiesenen Familien das Notwendigste an Ausstattung zu beschaffen, was für ein einigermaßen erträgliches Leben erforderlich ist. Jede Familie hat Paten und Helfer an ihrer Seite, die sich kümmern und den Kontakt zu den örtlichen Helferkreisen herstellen.

Heute kam es in der Körner-Kaserne zum großen Wechsel. Ein neuer Sicherheitsdienst hat seine Arbeit aufgenommen. Das Rote Kreuz packt seine Sachen und wird morgen übergeben. Alle ziehen weiter zur Peliserkerstraße, um dort eine neue Einrichtung zu übernehmen und zu betreiben.

Ab morgen haben wir auch einen neuen Caterer. Die Firma Kerres wird die Verpflegung in der Körner-Kaserne übernehmen. Da wir nun keine Unterstützung durch das Rote Kreuz mehr haben, sind wir wieder vollständig mit der Essensausgabe gefordert. Ich hoffe, alle sind weiter mit an Bord und treten ihre Schicht wie in der Liste eingetragen auch an.

Allerdings werden sich Zeiten ändern.

Anlieferung Frühstück ist für 8:30 Uhr geplant.

Anlieferung Mittagessen ist für 12:30 Uhr vorgesehen

Das Abendessen wird um 16:00 Uhr geliefert und in den Kühlschränken eingelagert.

Die Listen werden entprechend angepasst.

Morgen kommen 45 neue Bewohner. Alle sind nach Aachen zugewiesene Asylbewerber. Am Montag kommen weitere 60 hinzu. Dann ist die Unterkunft wieder voll belegt.

Neue DRK Leitung in der Rombachstraße

Das DRK hat heute die neue Leitung in der Rombachstraße installiert. Ralf Freyaldenhoven und ich haben Frau Pütman heute morgen während der Frühstücksausgabe kennengelernt und einen sehr positiven ersten Eindruck gewonnen.

Ich habe mit Frau Pütmann für kommenden Dienstagmorgen ein ausführlicheres Gespräch vereinbart. Schwerpunkt ist hierbei die Sicherstellung einer kooperativen Zusammenarbeit sowie die Transparenz der Aktivitäten und Aufgaben.

Erfreulicherweise hat das DRK unser Engagement über den „grünen Klee“ gelobt.
Unsere Helferarbeit bei der Essensausgabe, die Betreuungsangebote und die ärztliche Sprechstunde hält das DRK für unverzichtbar.

Für den ÖLF

Klaus Assent

Eine gelungene Abschiedsparty: Flüchtlinge und Helfer feiern

?????????????Eine spontane Idee am gestrigen Abend und nun ist sie zu Ende: die Abschiedsparty der Flüchtlinge und Helfer aus der Körner-Kaserne. Viele haben mich heute abend gefragt „Wie machst Du das?“ Dabei ist es doch so einfach.

Auf jeden Fall wollte ich das Fest nicht in der Kaserne feiern. Weder wollte ich das Rote Kreuz um Genehmigung bitten, noch mir Fragen nach dem Einbringen von Speisen in die Kaserne anhören. Also musste eine andere Örtlichkeit gefunden werden.

Es genügte ein kurzer Anruf bei Toni und Brigitte Kommer und der Platz war klar. Wir feiern auf dem Gelände der Gaststätte.

Bei der Ortsbesichtigung heute Morgen wurden rasch Ideen besprochen und ein grober Plan erstellt. Am Nachmittag haben acht unserer Gäste, von mir an die Hand genommen, mit Toni Kommer alles aufgebaut.

Die Bierzeltgarnituren, die nun seit 6 Wochen auf der Wiese in der Körner-Kaserne liegen (wem gehören die eigentlich?) wurden in unseren Pfarrbulli verladen und vor Ort aufgebaut.

Das Buffet wurde bestückt mit Speisen und Backwaren, die die Helfer mitbrachten. Die Dekoration mit Windlichtern war eine tolle Idee.

Und so kam das alles ohne große Mühe zustande. Und es hat sich wahrlich gelohnt. Alle Teilnehmer waren guter Stimmung und es wurde ausgelassen getanzt und Abschied genommen. Die Freude darüber, dass es endlich weitergeht und die bange Erwartung, was morgen passiert, waren deutlich spürbar. Viele der Helfer kämpften mit ihren Emotionen und es wurde viel umarmt. Große Dankbarkeit für die fürsorgliche und gute Betreuung kamen immer wieder zum Ausdruck.

Der WDR wird morgen um 19:30 Uhr in der Lokalzeit über die Feier berichten. Ich bin gespannt auf die Bilder.

Morgen geht es dann auf zur Registrierung nach Niederaußem. Gespannt bin ich darauf, wie die Kinder sich von ihrer umfangreichen Sammlung an Bobby Cars, Fahrrädern und allen anderen größeren Spielsachen trennen. Ebenso spannend wird es, wenn die vielen Koffer verladen werden sollen und der Platz im Bus knapp wird.

Wir werden selbstverständlich mit einer großen Mannschaft bereitstehen, um noch ein rasches Frühstück anzubieten. Um 7:30 Uhr soll der erste Bus fahren. Ich habe da so meine Zweifel, ob das gelingt. Eine echte Aufgabe für das Rote Kreuz.

Ich werde die Flüchtlinge begleiten und hoffe, dass es mir gelingt, unsere Sorgenkinder gut unterzubringen. Mein Ziel ist es, möglichst viele wieder mit nach Aachen zurücknehmen zu können.

Auf jeden Fall geht nun eine herausfordernde, spannende, aber auch für alle Helfer bereichernde Zeit zu Ende. Ich kann gar nicht zählen, wie viele tolle Menschen ich in dieser Zeit kennengelernt habe. Wir wären ohne diese Aufgabe nie miteinander in Kontakt gekommen und ich habe viele neue Freunde gewonnen. Allen, die mich in meiner Rolle als Organisator angenommen und unterstützt haben, meinen herzlichen Dank. Ihr seid eine tolle Truppe.

Es wird trotz des Abschieds weitergehen mit der Arbeit. Wir werden uns neu einlassen müssen mit unbekannten Menschen, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen. Ich hoffe, ich finde dann alle wieder an meiner Seite.

Situationsbericht aus der Sporthalle Rombachstraße

Die ersten Tage Sporthalle Rombachstraße liegen nun hinter uns, Zeit für einen kurzen Situationsbericht.

Bei den „ersatzweise“ eingetroffenen Flüchtlingen (anstelle der geplanten 80 jungen Männer) handelt es sich vorwiegend um Familien mit z.T. kleinen Kindern.

Die Gruppe ist in der Nacht von Sonntag auf Montag eingetroffen.Am Montagmorgen haben wird dann mit der Essensausgabe begonnen.

Insgesamt ist rund um das „Thema Essen“ von einem stimmigen Bild zu sprechen, sowohl qualitativ wie quantitativ.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt gestaltet sich sehr positiv, auf beiden Seiten ist eine hohe Bereitschaft zur Kooperation zu verzeichnen.

Für heute ist eine weitere Gruppe (ca. 40 Personen) angekündigt. Ob es so sein wird, bleibt abzuwarten…

Dank an alle, die hier fleißig mitgeholfen haben!