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Rückblick: Filmnachmittag mit den Flüchtlingskindern am Inda-Gymnasium

Es ist bereits ein paar Wochen her, aber die Schüler des Indagymnasiums erinnern sich gerne daran. Und sicher auch die Kinder und Jugendlichen aus der Rombachstraße, die mit nach Kornelimünster fahren durften.

Im Rahmen eines Filmabends am Inda-Gymnasium für junge Flüchtlinge besuchten 18 Kinder in Begleitung von zwei Müttern und Ehrenamtlerinnen der Flüchtlingsunterkunft in der Rombachstraße in Brand das Inda-Gymnasium. Pünktlich um 17 Uhr trafen sie zusammen an der Schule ein. Die Busfahrt war schon ein kleines Erlebnis. Nachdem die Kinder erst einmal die Jacken abgelegt und sich ein wenig umgeschaut hatten, stießen sie schnell auf das Buffet, das liebevoll von einigen SchülerInnen des Projektkurses „Globale Gerechtigkeit“ vorbereitet wurde. Besonders an der frisch zubereiteten, bunten Zuckerwatte und den Pizzen haben die Kinder sich erfreut. So sehr sogar, dass im Laufe des Abends noch Nachschub besorgt werden musste.

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Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, konnte der Film endlich beginnen. Gab es zuerst noch ein wenig Gedränge darum, wer in der ersten Reihe sitzen dürfe, zog der Film sie doch recht schnell in seinen Bann. Mit deutschem Ton und englischem Untertitel waren wir zuerst nicht sicher, wie viel die Kinder tatsächlich verstehen würden. Der Film Ice Age enthält jedoch so viele alberne und lustige Momente, dass kein Sprachverständnis nötig war um die Kinder häufig zum Lachen zu bringen und mit dem Geschehen mitfiebern zu lassen.

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Nach dem Ende des Filmes gab es dann Zeit, um sich etwas auszutoben und es wurden den Kindern kleine Spiele wie „Plumpsack“ beigebracht. Nach einer erneuten Stärkung neigte sich die Zeit leider auch schon viel zu schnell dem Ende zu. Vor der Verabschiedung wurden noch viele Fotos gemacht, um diesen kleinen Ausbruch aus dem Alltag im Gedächtnis zu behalten. Zu guter Letzt gab es noch für jedes Kind einen Schokoladenweihnachtsmann zum Mitnehmen.

Rückblickend lässt sich sagen, dass der Filmabend erfolgreich und zufriedenstellend, jedoch gefühlt viel zu schnell vergangen ist. Mit der Hilfe unserer tatkräftigen Unterstützer werden sicherlich noch weitere schöne Aktionen folgen können.

Tobias Wirtz und Elif Yildiz

Borussia Brand geht mit gutem Beispiel voran

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In den letzten Monaten beherrschte ein großes Thema die Nachrichten: Durch Krieg und Vertreibung flüchten viele Menschen und Familien in unser Land. Auch in Brand sind Flüchtlinge angekommen.

Durch die Unterbringung in der Sporthalle der Gesamtschule fallen auch für Borussia Brand Trainingszeiten für Fußball, Handball, Tischtennis etc. aus. Es ist für unseren Verein eine Selbstverständlichkeit, hier zu helfen. Es gibt eben wichtigere Dinge als Sport.

Borussia Brand geht aber weiter. Sport verbindet! Somit haben wir Hilfe für Kinder und Jugendliche angeboten.

Unsere Jugendfußballabteilungen der E-Jugend und Bambinis öffnen für gleichaltrige Flüchtlingskinder die Trainingsaktivitäten.

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Die ersten gemeinsamen Trainingseinheiten sind mittlerweile erfolgt und die Erfahrungen durchweg positiv. Die Verständigung ist kein Problem. Wir finden in unseren Mannschaften viele Nationalitäten und Religionen. So helfen schnell arabisch sprechende Eltern bei der Erläuterung von Übungen und Spielen. Die Berührungsängste sind in kurzer Zeit erloschen. Freudig toben und laufen unsere Gäste mit der Mannschaft von Borussia Brand.

Fußball verbindet. Gibt es etwas Schöneres als glückliche Kinderaugen und lautes Kinderlachen? Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Trainingseinheiten.

Marco Bund
Bambinitrainer von Borussia Brand

Die Schuhkartonaktion

Nach dem Vorbild „Weihnachten im Schuhkarton“ haben zahlreiche Kinder der KiTa St. Monika zusammen mit ihren Eltern fleißig Schuhkartons gepackt. Sie wurden liebevoll befüllt mit Spielsachen, Malutensilien und (gaaanz wichtig!) Schokolade, anschließend wurden sie bunt verpackt. Diese Kartons sind im Rahmen einer „St. Martin Aktion“ am Mittwoch, 25. November, an Flüchtlingskinder der Unterkunft Rombachstraße verteilt worden. Wir haben im Jugend- und Bildungszentrum (JuB) einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen. Dieser Raum wurde ein wenig der Jahreszeit entsprechend dekoriert, es wurden Kekse und Kakao bereitgestellt.

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Gemeinsam mit einer Dolmetscherin vom DRK wurden die Kinder mit ihren Müttern in der Rombachstraße abgeholt und wir haben einen gemütlichen Spaziergang zum JuB unternommen. Dort haben die Kinder die Kartons überreicht bekommen – beziehungsweise konnten sich diese selber aussuchen. Es war eine sehr harmonische Atmosphäre und ein wunderschönes, kunterbuntes Treiben. Das ein oder andere Tränchen ist leider auch geflossen – konnte aber mit einem weiteren Karton ganz schnell in ein Freudentränchen verwandelt werden!

Die Kinder und ihre Mütter hatten großen Spaß, da es eine willkommene Abwechslung vom teilweise doch sehr eintönigen Alltag war. Auch uns hat der Nachmittag große Freude bereitet.

Schuhkarton

Es sind noch einige Kartons über. Diese werden nach und nach in anderen Einrichtungen verteilt. So verteilten wir am 9. Dezember einige Kartons in der Einrichtung Mariabrunnstraße. Auch dort wurden die Kartons unter großer Freude in Empfang genommen, genau wie die zurechtgestellten Kekse und Schokolade!

Für den Ökumensichen Lenkungskreis Flüchtlinge (ÖLF) Brand -Forst

Nicole Hick

Meine erste Bastelstunde mit den Kindern

Ich habe bei der Essensausgabe ja schon einige der Familien in der Rombachstraße kennen gelernt und die Kinder erstaunen und bezaubern mich immer wieder. Allerdings erreicht dies bei der Betreuung eine andere Dimension. Zum einen ist kein Meter Tisch als „Schranke“ zwischen uns, zum anderen war ich einzig und allein für die Kinder da, und das nehmen selbige sehr dankbar auf. Ich habe das mit einer Freundin zusammen gemacht.

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Nachdem wir den Schlüssel zum Spielzeugraum erhielten, kamen wir mit Malbüchern, Puzzeln und Bastelutensilien (letztere hatte ich selbst mitgebracht) „bewaffnet“ in die kleine Halle. Im Gegensatz zu mir kannten die Kinder das schon und wussten, was sie tun wollten. Da wurden mit heller Begeisterung Malbücher ausgesucht, Puzzles auf dem Boden ausgekippt, und wir wurden begeistert und gespannt angestrahlt.

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Innerhalb von fünf Minuten hatte ich auf dem Schoss ein Kind, auf dem Tisch im Schneidersitz vor mit ein weiteres Kind und ich wurde rechts und links von je ein bis zwei Kindern flankiert. Meine Freundin saß am anderen Tisch und ward zunächst ebenfalls nicht mehr gesehen. Die Sprachbarriere war überhaupt kein Problem, ich habe den Mäusen einmal gezeigt, wie es geht und schon legten Sie los. Wir hatte uns überlegt, dass wir Sterne, Hunde und Katzen basteln wollten.

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Das hat dann auch wunderbar geklappt, schon bald waren kleine Kunstwerke zu bestaunen und in ihrer Kreativität waren die Kinder nicht zu bremsen. Ich erhielt einen selbst gebastelten kleinen Blumenstrauss, meine Freundin wurde mit einer Herz-Kette beschenkt.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese zwei Stunden Zeit zu nehmen, wenn es irgendwie geht. Man erhält im Gegenzug leuchtende Augen, lachende Kinder und fast mehr Dankbarkeit und Liebe, als man ertragen kann.

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Das Aufräumen übernahmen zum größten Teil (für mich sehr überraschend) einige Mütter, die Ihre Kinder einsammelten, um mit Ihnen dann zur Essensausgabe zu pilgern. Es gab das ein oder andere Tränchen, weil man sich nicht von den Malbüchern/Stiften trennen wollte, aber nachdem ich fest versprach, wieder zu kommen, waren diese schnell vergessen.

Ein St. Martinszug mit unseren Kindern

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Auch wenn unsere Kinder aus Syrien und Afghanistan zuerst nicht wussten, was eine Sankt-Martins-Laterne ist, haben sie doch schnell verstanden, wie man sie nutzt, als zwei Helferinnen Ende Oktober in der kleinen Turnhalle auftauchten, um zu erkunden, ob eventuell einige der Kinder Lust hätten, beim St. Martinszug mitzugehen.

Zusammen mit Erziehern, Grundschuleltern und Konfirmandinnen gingen rund 25 Flüchtlingskinder einige Tage später in einem Raum des Jub zum Laternen basteln. Gleichzeitig wurde über die Moreganize-Liste ein Aufruf gestartet, alte, aber noch heile Laternenstecken zu spenden.

Und als alle syrischen und afghanischen Kinder vor dem St. Martinszug ihre Laternen in der Hand hielten, waren noch über 20 funktionierende Stecken übrig. Zusammen mit zahlreichen HelferInnen zog die Gruppe in einem bunten Lichtermeer Richtung Grundschule Brander-Feld. Dort reiten sich die Neuankömmlinge in den St. Martinszug ein, als sich dieser in Bewegung setzte. Die Kinder freuten sich sichtlich, auch wenn sie die gesungenen Lieder nicht verstanden.

Als Abschluss wurden in der Unterkunft noch zwei riesige Weckmännchen ausgepackt und mit allen Kindern und HelferInnen geteilt.