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Eine gelungene Abschiedsparty: Flüchtlinge und Helfer feiern

?????????????Eine spontane Idee am gestrigen Abend und nun ist sie zu Ende: die Abschiedsparty der Flüchtlinge und Helfer aus der Körner-Kaserne. Viele haben mich heute abend gefragt „Wie machst Du das?“ Dabei ist es doch so einfach.

Auf jeden Fall wollte ich das Fest nicht in der Kaserne feiern. Weder wollte ich das Rote Kreuz um Genehmigung bitten, noch mir Fragen nach dem Einbringen von Speisen in die Kaserne anhören. Also musste eine andere Örtlichkeit gefunden werden.

Es genügte ein kurzer Anruf bei Toni und Brigitte Kommer und der Platz war klar. Wir feiern auf dem Gelände der Gaststätte.

Bei der Ortsbesichtigung heute Morgen wurden rasch Ideen besprochen und ein grober Plan erstellt. Am Nachmittag haben acht unserer Gäste, von mir an die Hand genommen, mit Toni Kommer alles aufgebaut.

Die Bierzeltgarnituren, die nun seit 6 Wochen auf der Wiese in der Körner-Kaserne liegen (wem gehören die eigentlich?) wurden in unseren Pfarrbulli verladen und vor Ort aufgebaut.

Das Buffet wurde bestückt mit Speisen und Backwaren, die die Helfer mitbrachten. Die Dekoration mit Windlichtern war eine tolle Idee.

Und so kam das alles ohne große Mühe zustande. Und es hat sich wahrlich gelohnt. Alle Teilnehmer waren guter Stimmung und es wurde ausgelassen getanzt und Abschied genommen. Die Freude darüber, dass es endlich weitergeht und die bange Erwartung, was morgen passiert, waren deutlich spürbar. Viele der Helfer kämpften mit ihren Emotionen und es wurde viel umarmt. Große Dankbarkeit für die fürsorgliche und gute Betreuung kamen immer wieder zum Ausdruck.

Der WDR wird morgen um 19:30 Uhr in der Lokalzeit über die Feier berichten. Ich bin gespannt auf die Bilder.

Morgen geht es dann auf zur Registrierung nach Niederaußem. Gespannt bin ich darauf, wie die Kinder sich von ihrer umfangreichen Sammlung an Bobby Cars, Fahrrädern und allen anderen größeren Spielsachen trennen. Ebenso spannend wird es, wenn die vielen Koffer verladen werden sollen und der Platz im Bus knapp wird.

Wir werden selbstverständlich mit einer großen Mannschaft bereitstehen, um noch ein rasches Frühstück anzubieten. Um 7:30 Uhr soll der erste Bus fahren. Ich habe da so meine Zweifel, ob das gelingt. Eine echte Aufgabe für das Rote Kreuz.

Ich werde die Flüchtlinge begleiten und hoffe, dass es mir gelingt, unsere Sorgenkinder gut unterzubringen. Mein Ziel ist es, möglichst viele wieder mit nach Aachen zurücknehmen zu können.

Auf jeden Fall geht nun eine herausfordernde, spannende, aber auch für alle Helfer bereichernde Zeit zu Ende. Ich kann gar nicht zählen, wie viele tolle Menschen ich in dieser Zeit kennengelernt habe. Wir wären ohne diese Aufgabe nie miteinander in Kontakt gekommen und ich habe viele neue Freunde gewonnen. Allen, die mich in meiner Rolle als Organisator angenommen und unterstützt haben, meinen herzlichen Dank. Ihr seid eine tolle Truppe.

Es wird trotz des Abschieds weitergehen mit der Arbeit. Wir werden uns neu einlassen müssen mit unbekannten Menschen, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen. Ich hoffe, ich finde dann alle wieder an meiner Seite.